Tag der offenen Tür::Ursulinengymnasium begrüßt Mädchen und Jungen
Am Samstag, den 15. November öffneten die Kölner Ursulinenschulen, Gymnasium und Realschule, die Tore für interessierte Schülerinnen, Schüler und Eltern. Beide Schulen nutzten den „Tag der offenen Tür“, um eine breite Palette ihrer Angebote vorzustellen. Eine Besonderheit gab es dabei im Bereich des Gymnasiums: Erstmals werden im kommenden Sommer auch Jungen in die Jahrgangsstufe 5 aufgenommen.
Auf dem Gelände der beiden Schulen konnten sich interessierte Gäste ausgiebig umschauen oder auch Führungen von Eltern, Schülerinnen und Lehrern nutzen. Das Gymnasium präsentierte neben Unterrichtsstunden das Sprachenprogramm, lud zu Experimenten in Physik, Chemie und Biologie ein, stellte das MINT-Programm der Schule vor, zeigte Arbeiten aus dem Kunstunterricht und zeigte Aktivitäten aus dem Fach Sport. Man konnte sich über den Einsatz der iPads ab Klasse 8 informieren, die Schul-Sanitäterinnen gaben Einblick in ihre Arbeit und übten mit den jungen Besucherinnen die Reanimation. Das vielfältige Angebot reichte von Infos des Teams „Lerncoaching“ zu ihrer Arbeit und Ausschnitten des Repertoires der Bläserinstrumentalklassen – die Grundschülerinnen konnten hören, wie schnell das Spielen eines Instruments auf gutem Niveau erlernt werden kann –, und ging bis zu einem Infostand der AG „Karneval“, die Jahr für Jahr an den tollen Tagen sehr viel auf die Beine stellt.
Immer wieder zeigten sich männliche junge Besucher interessiert am Angebot des Gymnasiums. Die Schule hat schon jetzt mehr als ein Dutzend Kennenlerngespräche mit an einer Aufnahme interessierten Jungen und deren Eltern geführt. Frank Bungart, Leiter der Schulentwicklungsgruppe erklärt: „Mädchen und Jungen werden am Ursulinengymnasium ab 2026 gemeinsam lernen – ein Schritt, den wir aus Überzeugung und mit Blick auf die Zukunft unserer Schülerinnen und Schüler gehen – hierzu wurde am Tag der offenen Tür von der Schulentwicklungsgruppe ein eigener Infostand eingerichtet. Unser Ziel ist es, den attraktiven Standort im Herzen von Köln im Sinne einer für beide Geschlechter gleichberechtigten, ganzheitlichen und zukunftsorientierten Bildung weiterzuentwickeln. Dabei bleiben wir sowohl unseren christlichen Werten als auch unserem Bildungsanspruch treu und öffnen uns gleichsam ganz bewusst den Möglichkeiten einer geschlechtergerechten und vielfältigen Gesellschaft. Wir möchten allen jungen Menschen die Möglichkeit geben, in einem werteorientierten Umfeld zu lernen und sich frei zu entfalten – unabhängig vom jeweiligen Geschlecht.“
„Unser neu entwickeltes Schulkonzept,“ so Bungart weiter, „ermöglicht es Gymnasium und Realschule, Stärken zu bündeln und eine Zusammenarbeit am gemeinsamen Standort im Schulalltag aktiv zu leben.“ Mit dem Verlauf des Tags der offenen Tür zeigte sich Bungart sehr zufrieden: „In vielen interessanten Gesprächen mit den großen und kleinen Gästen unserer Schule wurde deutlich, dass die Einführung der Koedukation also keinen Bruch mit der Tradition der Ursulinenschule bedeutet, sondern als eine Weiterentwicklung zu sehen ist, an der wir alle gemeinsam vor allem in den letzten Monaten bereits tatkräftig gearbeitet haben, die Schülerinnen und Schüler, die Lehrkräfte, die Eltern und natürlich unsere Schulleitungen.“