Italienisch

Italienisch in der Mittelstufe

Das Fach Italienisch wird an unserer Schule seit vielen Jahren als Wahlpflichtfach im Differenzierungsbereich der Mittelstufe (aktuell ab Klasse 8) angeboten. Zu diesem Zeitpunkt verfügen unsere Schülerinnen bereits über breite Erfahrungen im Fremdsprachenlernen. Überdies beschäftigen sie sich im Latein- oder Französisch-Unterricht bereits mit einer Sprache, deren Verwandtschaft zum Italienischen unübersehbar ist und goldene Brücken baut. Da die Möglichkeit der Fortführung in der Oberstufe besteht, haben Schülerinnen, die bei uns Italienisch ab Klasse 8 belegen, die Chance, bis zu fünf Jahre lang Italienisch zu lernen.

 

Das Wahlpflichtfach Italienisch orientiert sich an den kompetenzorientierten Vorgaben des Kernlehrplans Italienisch Sekundarstufe I für Italienisch als dritte Fremdsprache. In dem auf 2 Jahre angelegten Mittelstufen-Lehrgang werden in 4 Wochenstunden die grammatischen und lexikalischen Grundlagen der italienischen Sprache vermittelt. Dabei geht es um die sprachlichen Strukturen, die zur Verwirklichung alltagsbezogener Redeabsichten erforderlich sind (z.B. Sprechen über die eigene Person; Beschreiben eigener Wohnverhältnisse / Erlebnisse / Lebensgewohnheiten und -umstände; Beschreiben und Erfragen von Wegen; Führen von Einkaufs­gesprächen etc.). Dies geschieht mit Hilfe des eingeführten Lehrwerks Appunto 1 und 2 (Verlag C.C.Buchner) sowie lehrwerksergänzender Zusatzmaterialien.

Die rezeptiven und produktiven Grundfertigkeiten (Hören, Lesen, Sprechen, Schreiben) werden im Wahlpflichtfach Italienisch anhand verschiedener Textsorten und Medien systematisch angebahnt und gefördert. Dies geschieht auf altersgemäße und abwechslungsreiche Weise, u.a. unter Einsatz spielerischer Aktivitäten und mit Hilfe von Rollenspielen.

 

Ein Schwerpunkt des Mittelstufen-Lehrgangs liegt auf der Bewusstmachung und systematischen Erweiterung altersgemäßer Lern- und Arbeitstechniken, die das Erlernen einer weiteren Sprache erleichtern (u.a. Zurechtfinden im Lehrbuch; Wortbedeutungs-Erschließung durch Rückgriff auf vorhandene Fremdsprachen­kenntnisse; Techniken zur aktiven Wortschatzerweiterung; Erstellen thematischer Wortfelder; Techniken im Lese- und Hörverstehen; …).

 

Zugleich gibt der Italienischuntericht im Wahlpflichtbereich altersgemäße Einblicke in die Lebenswirklichkeit der italienischen Sprachgemeinschaft und vermittelt soziokulturelle Inhalte zum Alltagsleben in Italien sowie zu geographischen, kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Aspekten des Landes. Die Kompetenzen zum interkulturellen Orientierungs­wissen werden im Unterricht unter Berücksichtigung des Profils katholischer Schulen aufgebaut.

 

Schülerinnen, die Italienisch im Wahlpflichtbereich belegen, steht für die anfängliche Spracherwerbsphase etwas mehr Unterrichtszeit zur Verfügung als Schülerinnen, die Italienisch erstmalig in der Oberstufe wählen.

Italienisch in der Oberstufe

Alternativ zum Italienischlehrgang ab Klasse 8 (mit möglicher Fortsetzung in der Sekundarstufe II) besteht die Möglichkeit, Italienisch als neu einsetzende Fremdsprache ab der Einführungsphase zu erlernen. Dieses zusätzliche Angebot ermöglicht es auch Schülerinnen, die nach dem Realschulabschluss die gymnasiale Oberstufe durchlaufen, die erforderliche zweite Fremdsprache abzudecken, sofern diese in der Fächerbelegung in Sekundarstufe I noch nicht verankert war.

 

Auch im Intensivkurs Italienisch ab der Einführungsphase werden Lerntechniken regelmäßig thematisiert, um insbesondere Schülerinnen zu fördern, deren Erfahrungen im Fremdsprachenlernen auf eine Sprache beschränkt sind.

 

Das erste Lernjahr dient vornehmlich dem Aufbau der funktionalen kommunikativen Kompetenz anhand des Lehrwerks In Piazza A (C.C. Buchner Verlag 2012) und umfasst den Erwerb sprachlicher Mittel, den Aufbau grundlegender Kompetenzen in den Bereichen Lesen, Sprechen, Schreiben sowie den Erwerb grundlegender interkultureller Einsichten und Kompetenzen. Ab Beginn der Qualifikationsphase werden neben dem Spracherwerb die inhaltlichen Vorgaben des Ministeriums im Unterricht umgesetzt.

 

Wie in allen modernen Fremdsprachen wird auch im Fach Italienisch eine Klausur der Qualifikationsphase durch eine mündliche Kommunikationsprüfung ersetzt. Schülerinnen beider Kursformen (Italienisch ab 10, Italienisch ab 8) legen die mündliche Kommunikationsprüfung im zweiten Jahr der Qualifikationsphase (Q2, 1. Halbjahr) ab:

 

1. Halbjahr Q2 (1. Quartal): mündliche Prüfung für den Grundkurs Italienisch ab 8

1. Halbjahr Q2  (2. Quartal): mündliche Prüfung für den Grundkurs Italienisch ab 10

 

Die Auswahl des Halbjahres und der Quartale erfolgte in Absprache mit den anderen modernen Fremdsprachen und strebt an, einerseits Häufungen mündlicher Prüfungen in verschiedenen Fremdsprachen zu vermeiden, andererseits zu gewährleisten, dass die Schülerinnen der Italienischkurse über ein angemessenes Ausdrucksvermögen verfügen.

 

Schülerinnen beider Kursformen (I8 und I10) haben am Ursulinengymnasium die Möglichkeit, Italienisch als drittes oder viertes Abiturfach zu wählen.

 

Der Italienischunterricht am Ursulinengymnasium soll Schülerinnen interkulturelle Handlungskompetenz vermitteln. Vor dem Hintergrund der kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Bedeutung Italiens sollen die Schülerinnen befähigt werden, sich des Italienischen als kultur- und studienrelevante Lesesprache sowie als berufsqualifizierende Verkehrssprache zu bedienen. In Übereinstimmung mit dem Schulprogramm hat die Fachschaft das Ziel, einen Beitrag zum Programmpunkt „Erziehung zur Mehrsprachigkeit“ zu leisten.

 

Schulaustausch nach Empoli

 

Die Erziehung zur Mehrsprachigkeit umfasst zudem den Besuch außerschulischer Lernorte, bspw. in Form der Teilnahme am jährlich stattfindenden Schulaustausch nach Empoli. Es besteht ein langjähriger Austausch mit unserer dortigen Partnerschule, dem  Liceo Santissima Annunziata. Der Austausch richtet sich an die Schülerinnen der 10. Jahrgangsstufe (Italienisch ab 8 und ab 10). Die Schülerinnen, die an dem Austausch teilnehmen, werden eine Woche in einer Gastfamilie in Empoli untergebracht und nehmen beim Rückbesuch ihre/n Gastschüler/in ebenfalls bei sich auf. Die Ziele des Schüleraustausches sind in erster Linie das Erlernen der Sprache, das Kennenlernen der Bevölkerung, insbesondere die Begegnung mit deren Kultur und Sitten.